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Die '''Videokonferenz''' ist der synchrone Informationsaustausch zur Bild- und Tonübertragung. Mindestens eine und ein als e sowie ein und ein oder als e müssen vorhanden sein. Bei nur zwei Teilnehmern ist der Begriff ie zutreffender. Erfolgt dagegen die Übertragung der Daten über das Internet, ist auch der Begriff üblich.

Bei hochwertiger Übertragung unter Erzeugung der Illusion, mit den per Video zugeschalteten Gesprächsteilnehmern im selben Raum zu sitzen, spricht man von .

Geschichte

Erste Entwicklungen von Technologien zur Videokonferenz begannen bereits in den 1930er-Jahren, parallel zur Entwicklung des en Verfahren und der allgemeinen Verfügbarkeit von PCs und digitalisierten Anschlussleitungen zu ersten Erfolgen.

Auf der 1993 stellte das Aachener Unternehmen Datus das erste Videokonferenzsystem vor, bei der die Sprache um Faktor 10 komprimiert wurde.

Mit der zunehmenden Umstellung auf IP-basierte Vermittlungstechnik profitiert die Videokonferenz heute immer stärker von der Verfügbarkeit ):

Webkonferenz als unkomplizierteste Form einer Videokonferenz

''Hauptartikel:''

Aufgrund der allgemeinen Verfügbarkeit von Computern mit s bzw. s und eines gut ausgebauten s lässt sich heutzutage sehr einfach eine Videokonferenz unter Benutzung entsprechender Dienste abhalten. Teilweise sind diese Dienste und die entsprechende Client-Software für private Nutzung kostenlos verfügbar. Neben der Übertragung von am Computer aufgenommenen Webcam-Videos und gesprochener Sprache () ist auch die Hinzunahme einer Telefonkonferenz bzw. die Mischung von Telefonkonferenz und Computer-Audio möglich.

Zum Aufbau einer Konferenz werden die gewünschten Teilnehmer von einem Gastgeber zum Beispiel per E-Mail eingeladen und erhalten darin eine ID oder einen Internet-Link, um der Konferenz beitreten zu können. Während der Konferenz können die Teilnehmer stummgeschaltet werden. Dies ist insbesondere bei großen Konferenzen üblich. Es ist aber auch möglich, einzelnen Teilnehmern das Wort zu erteilen. Die Webkonferenz ermöglicht die Anzeige von Bildschirminhalten (wie Dokumenten) eines Teilnehmers auf allen Teilnehmerbildschirmen (). Es stehen s und Bereiche für Fragen und Antworten zur Verfügung. Die Nachrichten können je nach Voreinstellung vertraulich an bestimmte Teilnehmer oder öffentlich an alle Teilnehmer gesendet werden.

Die Zahl der Teilnehmer kann in die tausende gehen, wobei dann aber in der Regel nur bestimmte Teilnehmer multimediale Daten versenden. Eine derartige Spezialform der Videokonferenz wird auch als oder bezeichnet.

Technische Aspekte

Die gerätetechnische Basis der Übertragung

Die Standardisierungsbehörde definiert vier große Gerätegruppen:

Videokonferenz-e

Der Videokonferenzmarkt bietet eine Reihe von Anlagen- beziehungsweise Umsetzungsvarianten an, deren Ausstattung im Wesentlichen vom Einsatzzweck abhängt.

'''Desktop-Systeme'''
Bei Desktopsystemen sind die notwendigen Komponenten in einem eingebaut. Es wird dafür neben einer externen Kamera (heute meist -) auch ein beziehungsweise benötigt. Man unterscheidet hardwarebasierte ( und auf einer ) und rein software-basierte Desktop-Systeme. Neben den relativ geringen Kosten haben Desktopsysteme den Vorteil, dass der während der Videokonferenz vollen Zugriff auf seine und die auf dem PC installierten hat. Desktopsysteme eignen sich daher insbesondere dort, wo im Rahmen von Konferenzen auch eine gemeinsame Datenbearbeitung erfolgen soll.

'''en / Rollabouts'''
Diese Kompaktsysteme sind spezielle Geräte, zu deren Betrieb in der Regel lediglich noch ein Monitor und die entsprechenden Netzanschlüsse ( und/oder ) benötigt werden. Aufgrund des geringen Gewichtes und der einfachen eignen sich diese Geräte auch für den Einsatz.

'''Raumsysteme'''
Raumsysteme sind aufgebaute, leistungsstarke Anlagen. Durch variable Ausstattungsmerkmale sind für fast jede Anwendung möglich. Leistungsstarke Kameras, e und große Monitore erlauben auch in großen Konferenzräumen den Einbau dieser Systeme, die auch die Einbindung weiterer einrichtungen wie zum Beispiel Dokumentenkameras ermöglichen.

'''Sonstige Geräte'''
Hierzu gehören die in der Entwicklung befindliche -Videokonferenz per oder die Bildtelefonie.

Multipoint Control Unit (MCU)

.

Gatekeeper

Der Gatekeeper ist eine zentrale logische Komponente der Videokonferenz, die unter anderem den zwischen den Endgeräten und der MCU organisieren kann. Er kann auch die Datenströme als weiterleiten. Alle Geräte, welche einem Gatekeeper zugeordnet sind, befinden sich in der gleichen (ähnlich den beim Telefon). Mit einem Gatekeeper werden Adressumsetzungen durchgeführt.

Gateway

Ein verbindet unterschiedliche Netze miteinander und ist über die 4 bis 7 implementiert. Dabei konvertieren Gateways Protokolle ineinander, können aber auch die Kopplung von zwei Netzwerken übernehmen. Bei gemeinsamer Nutzung von ISDN- und IP-Endgeräten ist der Einsatz eines Gateways zwingend notwendig.

Protokolle als Basis der Übertragung

Einen wichtigen Teil der technischen Basis bilden die Protokolle H.320, H.323 und T.120. Diese Protokolle sind so genannte en, welche noch andere zu einzelnen Aspekten beinhalten.

Das Protokoll H.323

Das wichtigste Protokoll für den Betrieb im ist das Protokoll ''''. Die Norm regelt die Zusammenarbeit für Videotelefonie-Endgeräte, die über ein / verbunden sind.
Innerhalb des Rahmens von H.323 wird im Protokoll H.225 die Steuerung der Verbindung und die Umsetzung von IP-Adressen geregelt, mittels H.245 einigen sich die Geräte darauf, welche Dienste sie unterstützen. Das betrifft vor allem die nach , oder und die Audio von G.711 bis G.729.

Das Protokoll H.320

Das Protokoll ''H.320'' regelt den Betrieb von schmalbandigen Videotelefonieendgeräten (z. B. ISDN, Sat, Richtfunk) und enthält, wie H.323, weitere Rahmenspezifikationen.

Das Protokoll T.120

Mit Hilfe des Protokolls '''' werden Datenanwendungen innerhalb einer Videokonferenz realisiert. Es umfasst neun Richtlinien, welche den Verbindungsauf- und -abbau, die , die Zusammenarbeit mit MCUs, die Verwendung von , den und das detailliert festlegen.

Der Standard H.239

Eine klassische Videokonferenz hat einen Audio-, einen Video- und optional einen Datenkanal. H.239 definiert das Verfahren, einen zweiten Videokanal bei Verwendung der Protokolle H.320 und H.323 zu benutzen, um z. B. eine Präsentation als Video oder das Bild einer zweiten Kamera zu zeigen. H.239 ersetzt damit proprietäre Verfahren (z. B. People+Content, DuoVideo). Alle diese Verfahren lassen jedoch ein Application-Sharing nicht zu, da kein beiderseitiger Zugriff auf die Daten möglich ist.

Das Protokoll SIP

Das '''' (SIP) wurde für die Übertragung von -Anwendungen entwickelt. SIP ähnelt entfernt und ist nicht mit H.323 oder H.320 kompatibel. Es dient zum Aushandeln der Kommunikationsmodalitäten, die Kommunikation wird innerhalb der SIP Pakete über das (SDP) vereinbart. Der Datentransfer selbst findet dann meist direkt zwischen den Endpunkten mit anderen Internetprotokollen wie dem statt.

Proprietäre Peer-to-Peer Systeme

 (P2P)-Videokonferenzsysteme verzichten auf zentrale Gruppen- und Kommunikationsserver, wie er bei -Systemen durch Gatekeeper und MCU gegeben ist. Stattdessen wird Gruppen- und Dienstg�temanagement in die Endger�te verlagert. P2P-Videokonferenzsysteme sind zumeist Desktopsysteme. Es sind e Systeme und unterliegen keiner Standardisierung. Beispiel f�r P2P-Videokonferenzsysteme sind das System  der , das System daViKo (entstanden an der ) und .

Anwendungssoftware

Verbreitete auf Videokonferenzen spezialisierte Computerprogramme sind , , , , , , und .
Außerdem werden auch wie , , und dafür genutzt.
Einige Videokonferenzsysteme basieren auf dem offenen Standard , der n ermöglicht.

Soziale Dynamik

Video-Konferenzen stellen eine eigenständige Kommunikationssituation dar, die nicht bloß auf der Mitte zwischen einer und einem Treffen von Angesicht zu Angesicht (''Face-to-Face''-Kommunikation) liegt.

Die Beantwortung der Frage, ob die Teilnehmer einer Videokonferenz verstärkt auf den Video- oder Audiostream zurückgreifen, hängt dabei vom Thema des Gesprächs ab. Wenn nonverbale oder Aspekte eine große Rolle spielen, rückt das Video in den Vordergrund, bei allen anderen Themen konzentrieren sich die Teilnehmer dagegen zumeist auf den Audiostream.

Ein häufig auftretendes zu erzielen, da der Blick auf das Bild des Gegenübers auf dem Bildschirm nicht einem Blick in die Kamera gleichkommt und ein Blickkontakt somit nur durch einen koordinierten Blickwechsel zwischen dem Bild der Gegenstelle und einem Blick in die Kamera zu erreichen ist. Hinzu kommt, dass oft das Eigenbild vorgezogen wird.

Weblinks

  • (PDF; 630 kB), Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, in Pressemitteilung , 18. Februar 2021

Einzelnachweise